Die traurige Bilanz einer IBM-Aktie: Ein Rückblick auf 10 Jahre
Eine Investition in IBM vor zehn Jahren hätte, gelinde gesagt, keine berauschenden Renditen erzielt. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie die einstige Tech-Ikone zu kämpfen hat.
Im Jahr 2013 schien alles noch in Ordnung zu sein. Ein strahlend blauer Himmel über den gläsernen Büros von IBM in Armonk, New York, und ein Stolz auf die Innovationskraft des Unternehmens, das einst die Tech-Welt dominierte. Doch während der Aktienkurs in den 2000er-Jahren wie eine Rakete in die Höhe schoss, ist die Geschichte des Unternehmens seitdem eher von einer gedämpften Talfahrt geprägt. Wer in IBM investiert hätte, würde heute feststellen, dass die versprochenen Gewinne zumindest in den letzten zehn Jahren ausblieben.
Ein Blick auf die Zahlen
Die IBM-Aktie notierte vor zehn Jahren bei etwa 200 US-Dollar. Würde man sich vor einem Jahrzehnt dazu entschlossen haben, etwas Geld in das Unternehmen zu stecken, hätte man sich in der Zwischenzeit auf eine wahrhaft ernüchternde Entwicklung einstellen müssen. Der Kurs fällt gegenwärtig auf knapp 130 US-Dollar. Das klingt vielleicht nicht nach einer Katastrophe, wenn man den gesamten Markt betrachtet. Aber im Vergleich zu anderen Technologieaktien sieht es düster aus. Der S&P 500 hat sich in den gleichen zehn Jahren mehr als verdoppelt.
Gleichzeitig gab es in der Zeit eine unschöne Reihe von Stellenabbauten, erfolglosen Produktintroduktionen und letztlich stagnierenden Umsätzen. Ein Unternehmen, das einst mit dem Versprechen der „intelligenten“ Technologien aufwartete, ist nun in den Schlagzeilen durch seine Schwierigkeiten bei der Anpassung an die Cloud und Künstliche Intelligenz. Es ist fast so, als hätte man einen Dinosaurier in einem Wettlauf gegen ein gepanzertes Rennpferd geschickt.
Strategische Fehltritte oder technische Stagnation?
Neuheiten und Marktentwicklungen wurden IBM oft verwehrt, sei es durch strategische Fehlentscheidungen oder einfach durch den eigenen, überheblichen Geist. Die Übernahme von Red Hat – immerhin ein Schritt in die richtige Richtung – konnte nicht ohne weiteres die negativen Entwicklungen der letzten Jahre ausbügeln. Solche strategischen Schritte werden oft als die Wende für ein Unternehmen gefeiert. Bei IBM scheint es jedoch, als sei dies mehr ein verzweifelter Versuch, den Rückstand zu verkleinern, als eine echte Wende des Schicksals.
Eine Frage des Images
Wie steht es um das Image von IBM? Vor zehn Jahren war das Unternehmen ein Titan der Branche, heute wird es eher als Beispiel für das Scheitern gegenüber agilen Start-ups gesehen. Auch die Marketingstrategie hat sich als nicht gerade erfolgreich entpuppt. In einer Welt, in der Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit entscheidend sind, scheint IBM in einem strengen, bürokratischen Geist gefangen zu sein, der das Unternehmen daran hindert, mit der Zeit zu gehen.
Wenn die Zukunft von IBM auch nicht glanzvoll erscheint, bleibt die Frage: Lohnt es sich, in den Aktienkurs zu investieren? Die Antwort könnte je nach individueller Risikobereitschaft und Marktkenntnis variieren. Fest steht jedoch, dass die letzte Dekade nicht gerade mit Ruhm bekleckert war.